Infos fpA Sozialwesen

Informationen zur fachpraktischen Ausbildung (fpA)

Ausbildungsrichtung Sozialwesen

 

Allgemeines zum Praktikum

Die fachpraktische Ausbildung an der Fachoberschule erfolgt während der 11. Klasse jeweils in Pha­sen von ca. 3 Wochen Länge (siehe Phasenplan). Die Einteilung in die Praktikumsstellen erfolgt durch die Betreuungslehrkräfte der Fachoberschule. Selbst gesuchte Praktikumsplätze sind nur nach vorhe­riger Rücksprache mit den fpA-Betreuern der Schule möglich. Zum Halbjahr müssen Praktikumsbetrieb sowie Tätigkeitsbereich gewechselt werden.

 

Während des Praktikums sind Sie als Schüler/in[1] gesetzlich unfallversichert, dies gilt auch für den direkten Hin- und Rückweg. Für Schäden, die durch Sie im Betrieb eventuell verursacht werden, hat die Schule eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen (gilt nicht für vorsätzliche Schäden). Da Sie auch während des Praktikums Ihren Status als Schüler beibehalten, dürfen Sie kein Entgelt für Ihre Tätigkeit im Betrieb annehmen - Fahrtkostenübernahme und Essensgeldzuschüsse sind möglich.

 

Zielsetzung der fachpraktischen Ausbildung an der FOS

Das Praktikum soll Ihnen

  • einen ersten Kontakt mit dem Berufsleben ermöglichen,
  • konkrete Vorstellungen und praktische Fähigkeiten und Kenntnisse vermitteln,
  • einen Betrieb, eine Behörde oder sonstige Einrichtung als Institution mit ihrem organisatori­schen Aufbau und ihren Aufgabenbereichen näherbringen,
  • die Notwendigkeit von Interesse, Zuverlässigkeit, Eigeninitiative und Lernbereitschaft verdeutlichen und
  • eine Hilfe für die Berufswahl darstellen.

Die konkreten Inhalte des Praktikums können jedoch je nach Betrieb unterschiedlich sein.

 

Pflichten der Schüler während des Praktikums

Der Schüler verpflichtet sich,

  • die im Rahmen des Praktikums übertragenen Arbeiten gewissenhaft auszuführen;
  • den im Rahmen des Praktikums erteilten Anordnungen des Praktikumsbetriebs und dessen weisungsberechtigten Personen nachzukommen;
  • die für den Praktikumsbetrieb geltenden Vorschriften (z. B. Pausenregelungen, Rauchverbot, Unfallverhütungsvorschriften) zu beachten sowie Geräte und Arbeitsunterlagen sorgsam zu behandeln;
  • die Interessen des Praktikumsbetriebs zu wahren sowie Geschäftsgeheimnisse und Kenntnisse über Betriebsvorgänge, personenbezogene Daten etc. in keiner Weise weiterzugeben. Die Weitergabe derartiger Daten an Dritte kann einen Straftatbestand darstellen und führt auf jeden Fall zum Verlust des Praktikumsplatzes, ggf. auch zum Nichtbestehen des Praktikums;
  • zu pünktlichem Erscheinen im Praktikumsbetrieb und Einhaltung der vereinbarten Arbeitszeit;
  • bei Problemen Rücksprache mit dem Praktikumsbeauftragten des Betriebs und ggf. mit dem Betreuungslehrer der Schule zu nehmen;
  • die Themen- und Wochenberichte sorgfältig und fristgerecht zu erstellen und rechtzeitig vor Ende des Praktikums dem Betreuer im Praktikumsbetrieb zur Kenntnisnahme und Unterschrift vorzulegen;
  • die Praktikumsmappe vollständig am jeweils vereinbarten Termin dem fpA-Betreuer in der Schule vorzulegen;
  • zur pünktlichen Teilnahme an Praxisanleitungen und Exkursionen.
  • die Regelungen zu Versäumnissen im Praktikum einzuhalten (siehe unten „Arbeitszeit und Versäumnisse im Praktikum“);

 

Arbeitszeit und Versäumnisse im Praktikum

Die Arbeitszeit beträgt, angepasst an die reguläre Arbeitszeit des Praktikumsbetriebs, wöchentlich zwischen 36 und 38 Stunden jeweils von Montag bis Freitag. Ausnahmen sind nur nach Rücksprache mit dem Betreuungslehrer der Schule möglich. Sollte an einem Tag keine fachpraktische Ausbildung im Betrieb möglich sein (z. B. Kurzarbeit, Fenstertag, Betriebsurlaub), ist rechtzeitig mit dem Betreuungslehrer Kontakt aufzunehmen, um eine Einzelfallregelung zu treffen. Im Zweifelsfall kommen Sie in die Schule und nehmen am Unterricht der Parallelklasse teil.

Für Krankheit und Beurlaubungen im Praktikum gelten folgende Regelungen:

  • Bei Krankheit gilt für alle Schüler Attestpflicht ab dem 1. Tag der Abwesenheit.
  • Die Praktikumsstelle ist spätestens zu Arbeitsbeginn telefonisch zu verständigen, sonst erfolgen Ordnungsmaßnahmen und es droht der Verlust der Praktikumsstelle.
  • Der Praktikumsbetreuer in der Schule ist bei Fehltagen ebenfalls unverzüglich per E-Mail zu informieren unter Angabe der voraussichtlichen Dauer der Abwesenheit (ggf. weitere Benachrichtigungen per E-Mail nötig)
  • Eine Kopie des Attests ist im Betrieb nach Beendigung der Krankheit vorzulegen.
  • Das Original des Attests muss in der Schule abgegeben werden. Hierzu ist das Attest der Praktikumsmappe unaufgefordert zum nächsten Abgabetermin beizulegen.
  • Krankheitstage ohne Vorlage eines Attests gelten als unentschuldigt, auch wenn sie sich im Betrieb ordnungsgemäß krankgemeldet haben.
  • Bei vorhersehbaren Abwesenheiten vom Praktikum (z. B. Vorstellungsgespräch, Führerscheinprüfung) muss die Praktikumsstelle und der fpA-Betreuer frühzeitig von Ihnen informiert werden und der Beurlaubung zustimmen. Beträgt die Abwesenheit mehr als einen Tag ist zusätzlich eine Beurlaubung durch die Schulbeauftragte für die fachpraktische Ausbildung nötig (Antrag an Ihre Betreuungslehrkraft, die diesen weiterleitet.)
  • Arztbesuche sind grundsätzlich in die Freizeit zu legen. Im Ausnahmefall können Sie während der Praktikumszeit wahrgenommen werden, sofern die geforderte Wochenstundenzahl von 36 Stunden nicht unterschritten wird und der Praktikumsbetrieb hierfür seine Zustimmung gegeben hat. In allen anderen Fällen ist eine Rücksprache mit der Betreuungslehrkraft nötig.
  • Fehltage bzw. Beurlaubungen sind im Wochenbericht mit Grund (z. B. Krankheit) anzugeben.
  • Bei mehr als 5 unentschuldigten Fehltagen oder eigenmächtigem Abbruch des Praktikums gilt das Praktikum als „ohne Erfolg“ durchlaufen und somit nicht bestanden.
  • Bei einer Häufung von versäumten Praktikumstagen (auch bei ordnungsgemäß entschuldigten) müssen diese nachgeholt werden, da bei zu vielen Fehltagen die fachpraktische Ausbildung ebenfalls als „nicht bestanden“ gilt. Um dies zu vermeiden, ordnet der Praktikumsbetreuer der Schule Nacharbeit in den Ferien an. Ein Anspruch des Schülers auf Nacharbeit besteht nicht. Die Nacharbeit kann auch in den Sommerferien angeordnet werden, über das Bestehen der fpA wird in diesem Fall erst nach den Sommerferien entschieden.

 

Bewertung und Bestehen der fachpraktischen Ausbildung

Die Benotung der fachpraktischen Ausbildung wird zum Halbjahr und zum Schuljahresende – wie in allen anderen Fächern auch – im Zeugnis durch ein Punktesystem vorgenommen:

Punkte

15   14   13

12   11   10

9     8     7

6     5     4

3     2     1

0

Noten

sehr gut

gut

befriedigend

ausreichend

mangelhaft

ungenügend

 

Die fachpraktische Ausbildung gliedert sich in folgende drei Bereiche, die entsprechend ihrer Gewichtung in die Note eingehen:

  1. Fachpraktische Tätigkeit im Praktikumsbetrieb (Gewichtung 50% der Note),
  2. Fachpraktische Anleitung (Gewichtung 25% der Note) und
  3. Fachpraktische Vertiefung (Gewichtung 25% der Note).

Die Bewertung der „fachpraktischen Tätigkeit“ stützt sich auf den Beurteilungsbogen, der von der Praktikumsstelle ausgefüllt wird und auf weitere Erkenntnisse der Betreuungslehrkraft (z. B. aus Gesprächen mit dem Praktikumsbetrieb, Betriebsbesuchen). Bei der fachpraktischen Tätigkeit werden nur 6 Notenstufen vergeben (14, 11, 8, 5, 2, 0 Punkte). Die Note wird vom fpA-Betreuer der Schule festgelegt.

Die Benotung im Rahmen der „fachpraktische Anleitung“ umfasst Inhalt und Qualität der Wochenberichte, Themenberichte und weitere Leistungen in der fpA (z. B. Referat), aber auch die Zuverlässigkeit (z. B. Einhaltung von Abgabeterminen, Pünktlichkeit bei fpA-Veranstaltungen) sowie Interesse und Beiträge bei fpA-Veranstaltungen (z. B. Praxisanleitungen, Exkursionen). Die Note wird ebenfalls von der Betreuungslehrkraft erstellt.

Die „fachpraktische Vertiefung“, welche eine theoriegeleitete Anwendung der Biologie darstellt, zählt ebenfalls zur Praktikumsleistung, obwohl der Unterricht aus organisatorischen Gründen während der Schulphase stattfindet. In der fachpraktischen Vertiefung werden die fachlichen Kenntnisse und das Engagement im Unterricht durch die unterrichtende Lehrkraft (nicht zwingend gleichzeitig fpA-Betreuer) bewertet.

Zum Halbjahr und zum SchuIjahresende wird aus den drei Einzelnoten entsprechend der Gewichtung (2:1:1) eine Gesamtnote gebildet, die – wie in allen anderen Fächern auch – auf eine volle Punktzahl gerundet wird. Beide Halbjahresleistungen in der fpA müssen in die Fachabiturnote eingebracht werden.

Für das Jahreszeugnis wird eine Gesamtnote in der fpA gebildet, die sich aus den Bewertungen für das erste und zweite Halbjahr zusammensetzt.

Ein erfolgreiches Durchlaufen der fachpraktischen Ausbildung ist Voraussetzung für das Bestehen der Probezeit zum Halbjahr bzw. für das Vorrücken in die 12. Jahrgangsstufe. Es ist kein Notenausgleich mit anderen Fächern möglich.

 

Mindestanforderungen zum Bestehen der fpA:

  • In keinem Bereich der fpA (fachpraktische Tätigkeit, fachpraktische Anleitung, fachpraktische Vertiefung) in der Halbjahresbewertung 0 Punkte
  • In der Halbjahresbewertung der gesamten fpA (alle 3 Bereiche zusammen) mindestens 4 Punkte
  • In beiden Halbjahresbewertungen zusammen mindestens 10 Punkte
  • Nicht mehr als 5 unentschuldigte Fehltage
  • Ableistung von vom fpA-Betreuer angeordneter Nacharbeit

Wenn ein Schüler aufgrund seines Verhaltens die Praktikumsstelle verliert, gilt das Praktikum i. d. R. ebenfalls als nicht bestanden. Bei Problemen ist daher eine frühzeitige Rücksprache mit dem Betreu­ungslehrer und ggf. der Schulbeauftragten unabdingbar.

 

Praktikumsmappe

Die Praktikumsmappe beinhaltet alle Unterlagen bezüglich des Praktikums und ist in Ihrem eigenen Interesse ordentlich und sorgfältig zu führen (z. B. Vorlage bei Bewerbungen, Nachweis über Prakti­kum bei Studienanmeldung bei Hochschulen). Bei Verlust der Praktikumsmappe während des Schul­jahres müssen Sie alle enthaltenen Unterlagen neu anfertigen und unterschreiben lassen.

Diese Praktikumsmappe ist mit allen von Ihnen erstellten Berichten verpflichtend bis zum 31.07. des auf den Abschluss der 11. Klasse folgenden Jahres aufzubewahren, da die verfassten Berichte Leistungsnachweise darstellen.

Die Praktikumsmappe hat folgende Inhalte:

  • Ausbildungsnachweis / Beurteilungen
  • Wochenberichte
  • Themenberichte
  • Weitere Praktikumsunterlagen

 

Ausbildungsnachweis / Beurteilungen

Der Ausbildungsnachweis ist die Bescheinigung über das Bestehen des Praktikums am Schuljahres­ende und ein wichtiges Dokument für Ihre späteren Bewerbungen. Er ist deshalb sehr sorgfältig zu führen und muss vor Wechsel des Praktikumsbetriebs zum Halbjahr und zum Ende des Schuljahres vollständig ausgefüllt und vom Betrieb unterschrieben sein.

Die Beurteilungen zum Halbjahr und zum Schuljahresende sind ebenfalls hier abzuheften.

 

Wochenberichte

Für jede Praktikumswoche ist ein Wochenbericht mit PC zu erstellen; hierbei sind täglich alle Tätig­keiten und Unterweisungen in aussagekräftiger Weise aufzuführen und die Arbeitszeit in Stunden (ohne Pausen) anzugeben. Praxisanleitungen, Exkursionen etc. zählen zum Praktikum und sind daher ebenfalls (mit Stunden) anzuführen. (Siehe auch Muster für Wochenbericht.) Das Formular für den Wochenbericht steht auf der Schulhomepage zum Download zur Verfügung (www.fosbos.org, Downloadbereich in linker Navigationsleiste).

Die vom Betrieb unterschriebenen Wochenberichte müssen nach jeder Praktikumsphase mit der Praktikumsmappe beim Betreuungslehrer unaufgefordert zum vereinbarten Termin abgegeben wer­den, i.d.R. erster und zweiter Schultag nach Ende der Praktikumsphase. Fehlerhafte und unvollständige Berichte werden vom fpA-Betreuer nicht unterschrieben und müssen verbessert werden. Beachten Sie, dass die Wochenberichte in die Praktikumsbeurteilung einfließen.

Auch für nachgearbeitete Tage (siehe Fehlzeiten) ist ein Wochenbericht zu erstellen. Durch die Unterschrift des Betriebs wird die Nacharbeit bestätigt.

 

Themenberichte

Je Halbjahr ist mindestens ein Themenbericht in Aufsatzform über das Praktikum zu verfassen. Infor­mationen zu Themen, Form und Termin erhalten Sie rechtzeitig von Ihrem fpA-Betreuer. Auch dieser Bericht muss vom Betrieb unterschrieben werden und geht in die Beurteilung des Praktikums ein.

 

[1] Wegen der besseren Lesbarkeit wird im weiteren Text auf die weibliche Form verzichtet.