Ethikprojekt - Tierethik und Fleischkonsum - Rezeptbuch

Hallo liebe LeserInnen! Kochbuchcover

Wir haben uns im Ethik Unterricht mit Frau Wohnhas über das Thema Tierethik und Fleischkonsum unterhalten. Dabei haben wir festgestellt, dass es leider sehr viel Massentierhaltung gibt und sich viele ihrer Ernährung nicht bewusst sind. Da viele Tiere unter extremen Umständen gehalten werden, ist es fraglich, ob der tägliche Fleischkonsum aus dem Supermarkt moralisch vertretbar ist. 

Deswegen haben wir einige ausgewählte Philosophen und deren Ansichten zum Thema Tierethik untersucht.  

Immanuel Kant sagt, Tiere haben im Gegensatz zu Menschen keine Vernunft und damit nur einen relativen Wert. Allerdings schränkt Kant dies durch das Verrohungsargument ein. Dieses besagt: „Wer Tiere schlecht behandelt, tendiert auch bei Menschen zu Grausamkeit.“. Aus diesem Grund lehnt Kant Grausamkeiten gegen Tiere ab, was gegen eine Massentierhaltung spricht.

Arthur Schopenhauer, ein berühmter deutscher Philosoph, argumentiert auf Grundlage der Mitleidsethik. Da Mitleid ein natürlicher Effekt ist, soll individuell Rücksicht auf Tiere, um ihrer selbst willen, genommen werden. Eine Tötung der Tiere zum Verzehr ist dabei ausgeschlossen. 

Daneben steht der Kontraktualismus, dessen Voraussetzung die zweckrationale Vernunft ist. Dabei wägt man eigene Interessen mit den Interessen anderer ab, was allerdings nur Menschen möglich ist, aufgrund der Fähigkeit zur Sprache und des Einhaltens von Versprechungen. Durch die Leidensfähigkeit von Tieren sind diese jedoch trotzdem Gegenstand moralischer Rücksicht. 

Auch den Utilitarismus wollen wir bei diesem Thema nicht unberücksichtigt lassen. Moralisches Handeln hat nach dieser Anschauung das Ziel der Nutzenmaximierung. Laut dem Präferenzutilitarismus ist unser Handeln von einer Interessenbefriedigung geleitet. Die Voraussetzung für das Empfinden von Lust und Interessen ist hierbei generell die Empfindungsfähigkeit, welche sowohl Menschen als auch Tiere besitzen. Da Tiere ein Interesse an Schmerzfreiheit haben, sollte dies bei der Entscheidung über unsere Ernährung ebenfalls einbezogen werden. 

Für Peter Singer haben alle empfindungsfähigen Lebewesen den selben hohen Wert. Er kritisiert den Speziesismus, der Tiere weniger stark gewichtet als Menschen und sie aufgrund ihrer Artenzugehörigkeit diskriminiert. Menschen und höher entwickelte Tiere verfügen jedoch beide über ein gewisses Selbstbewusstsein und haben einen Bezug zur Zukunft und dementsprechend ein Interesse am Weiterleben. Diese Tiere sollten also laut Singer nicht getötet werden. Bei allen anderen Tieren muss bei der Tötung und bereits bei ihrer Haltung auf Schmerzfreiheit geachtet werden. Singer stellt das Leiden der Tiere höher als den Nutzen für die Menschen und lehnt damit das Töten vieler Tiere ab. 


Anhand dieser vielen verschiedenen Sichtweisen und Argumente der unterschiedlichen Philosophen sollte der Fleischkonsum unter dem Aspekt des Tierwohls also kritisch betrachtet werden. Rezeptbeispiel

Frau Wohnhas und unsere Klasse hatten daher die Idee, ein Experiment durchzuführen: die vegetarische Woche. Ziel davon war es, eine ganze Woche auf Fleisch zu verzichten und sich mit der vegetarischen Ernährung vertraut zu machen. In dieser Woche sammelten wir unsere eigenen vegetarischen Rezepte. Mit diesen Rezepten gestalteten wir unser vegetarisches Kochbuch und entschieden uns, den Erlös zu Gunsten von Tieren an wohltätige Zwecke zu spenden. Jeder, der ein Kochbuch gekauft hat, konnte entscheiden, an welche Organisation sein Geld gespendet werden soll. Zur Auswahl standen drei Spendenempfänger. Jeder Käufer hatte die Wahl zwischen dem SOKO TIERSCHUTZ, dem Tierheim München Riem und dem Erdlingshof. Die Mehrheit entschied sich für den Erdlingshof. Dieser bietet ehemaligen Nutztieren ein sicheres Zuhause. Inzwischen leben über 100 Tiere dort, unter anderem Rinder, Pferde, Esel, Hirsche, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde, Puten, Gänse, Hühner, Katzen und Kaninchen. 

Von einer Auflage von 50 Kochbüchern wurden alle verkauft und der Reinerlös wird an den Erdlingshof und seine Bewohner gespendet. 

Die vegetarische Woche hat uns bewusst gemacht, dass Essen auch ohne Fleisch hervorragend schmeckt. Vielen Dank an alle, die ein Kochbuch gekauft und sich somit an dem Projekt beteiligt haben. Die Tiere danken uns von Herzen für unsere Initiative :).

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